Elektro und Sanitär

Heute war die Durchsprache der Elektro- und Sanitärinstallationen.

Eigentlich war die Info, dass das Anfang Juli stattfinden sollte, weil der Bauleiter aktuell im Urlaub ist.  Aber seine Vertretung hat das übernommen, und so haben wir dann am vorigen Wochenende fleißig geplant.

Sanitär war eigentlich ganz einfach, denn wir hatten ja im Sanitärfachhandel einen sehr kompetenten Berater erwischt. Der hatte mit uns geplant und uns auch die bemassten Pläne zur Verfügung gestellt. Somit war die Platzierung sämtlicher Sanitärobjekte und Armaturen schon so gut wie klar, wir haben nur ein paar Details noch vor Ort im Gespräch mit dem Chef der Sanitärfirma verändert.

Wollt Ihr mal gucken?
Das werden unsere Klos in DG und EG: klick!
So wird unsere Dusche im DG Bad aussehen (90×140), sie wird nach der Farbe der Bodenfliesen ausgesucht: klick!
Und das wird unser Waschbecken im DG Bad: klick!

So mußten wir nur noch ein paar unglaublich wichtige Entscheidungen treffen, von denen wir vorher garnicht wußten, dass es da Freiraum gibt.  Z.B. wie hoch soll unser Klo hängen? 44cm Oberkante Keramik. Und das Waschbecken? 90cm Oberkante Keramik.

Schlußendlich haben wir uns noch für eine elektrische Zusatz-Heizpatrone für unseren Handtuchheizkörper im DG Bad entschieden. Die kann programmiert werden, damit es frühmorgens, wenn man schlaftrunken aus dem Bett unter die Dusche schlurft, nicht eisigkalt sondern kuschligwarm ist.  Danach geht es wieder von alleine aus. Natürlich haben wir auch Fußbodenheizung im Bad, aber ich habe einige Meinungen gehört und gelesen, dass die FB-Heizung einem an Wärme evtl. nicht reichen könnte, wenn man ein herkömmlich beheiztes, bullerig warmes Bad gewohnt ist.  Da ich morgens eine Frostbeule bin, haben wir das mal sicherheitshalber einplanen lassen. :-)

Die Elektroplanung war deutlich komplexer, und wir haben etliche Abende dran gesessen. Auch hier gab es vor Ort noch ein paar spontane Umentscheidungen nach Beratung mit dem Elektromann. Grundsätzlich wussten wir aber schon ziemlich genau was wir wollten und konnten das anhand unserer vorbereiteten Pläne auch schnell besprechen.  Der Elektromann hat dann die entsprechenden Symbole gleich mit Kreide an die Wände gemalt.

Bei der Durchsprach haben wir uns auch mal wieder als Nerds geoutet – ich habe überhört, wie die Vertreterin des Bauleiters zum Elektromann meinte: So gut vorbereitet sind die wenigsten, oder?  Seufz…  :-)

Unser Haus ist also jetzt von innen voller Installationsgraffiti, ein Bild liefere ich noch nach.

 

Besichtigung von Rohbau, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten

Für heute war der nächste Besichtigungstermin mit unserem Bausachverständigen angesetzt. Rohbau, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten sollten begutachtet werden.

Vorher aber noch ein paar kleine Impressionen vom 03.06., wo wir dank Bautreppe auch mit Jo mal in das OG vordringen konnten:

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Und nun zum Besichtigungstermin. Um es vorweg zu nehmen: Unser Bausachverständiger war sehr zufrieden und hat uns immer gezeigt, wo potentielle Schwachstellen sind und dass sie richtig ausgeführt worden sind.

Der Bauherr hört aufmerksam zu:

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Die Terminfindung war auch deshalb so schwierig (wir mussten unseren Urlaub im Norden verkürzen), weil das Gerüst noch stehen musste, der Bauleiter zwei Tage später in den Urlaub fuhr und der Sachverständige einen Tag später zum Fachkongress nach HH geladen war… Helge, Bauleiter und Bausachverständiger liefen auf dem Gerüst einmal ums gesamte Haus herum:

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Dieses Metallband ist die Windrispe, sie verhindert, dass sich die Folie mit Dachziegeln durch den Wind als ganzes hochheben könnte:

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Die Maße der Balken (Statikvorgaben wurden übertroffen) und die Anzahl der Schrauben (auch hier gab es jeweils mindestens eine mehr als vorgegeben) wurden überprüft:

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Eines der Dachflächenfenster von innen:

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Dies ist der einzige Punkt, an dem der Sachverständige etwas auszusetzen hatte: die Öffnung für den Schlauch in der Folie muss noch abgedichtet werden, so dass hier kein Luftaustausch stattfinden kann. Das wird noch gemacht, ist aber kein Wunder, denn dieser Schlauch gehört zu unserer Solarthermieanlage. Die wurde zwei Tage  vorher auf das Dach gesetzt, als die Dachdecker schon wieder weg waren. Problem registiert, wird behoben.

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Hier sieht man die noch eingepackten Panels von außen:

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Und hier mal zwei wie ich finde “schöne” Detailfotos von unserem Haus. Wie man sieht, ist der Schornstein nun auch verkleidet. Die zwei Firststeine fehlen noch.

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Flur OG:

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Dies ist der große Keller. Noch ist der Blick in den “Garten” frei – wenn das Gelände hinten aufgeschüttet ist, kommt da ein Lichtschacht vor.  Schade um den schönen Blick, aber es ist halt ein Keller, und damit normalerweise “unter Tage”. Dafür wird unser Garten eine ebene Fläche sein, ohne Böschung zur Straße hin. :-) Die Folie auf dem Boden ist die Dampfsperre, die hat der Estrichleger schon hineingelegt. Ihr Name ist “Katja” – also, die Folie… (hier klicken)

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Und noch mal von vorne (Westseite):

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Es wird! :-)

Die Bautreppe

Wir haben uns im Weihnachtsurlaub 2013/2014 in die Treppe von guten Bekannten verliebt, die vor kurzem ein Ferienhaus in Sankt Peter-Ording gebaut hatten.

Eigentlich ist in unserem Bauwerksvertrag eine Stahlharfentreppe (hier klicken) mit Buchestabparkettstufen enthalten.  Da kannten wir aber eben diese Treppe noch nicht.

Also haben wir die Stahlharfentreppe rausstreichen lassen und sind in den Hunsrück zur Firma Bastian gefahren. Dort haben wir uns nun eine Holzwangentreppe mit weiß lackierten Wangen (O-Ton Herr Bastian: “die können Sie auch mal mit Viss schrubben” :-O) und Stufen aus gebürsteter Eiche natur ausgesucht. Das Bürsten stellt die Maserung des Holzes dreidimensional heraus, da die weicheren hellen Teile herausgeschrubbt werden und die härteren dunkleren “Ringe” stehen bleiben. Das ganze wird dann lackiert und trotzdem hat man eine Struktur auf der Stufe, die senkrecht zur Laufrichtung steht. So hat man etwas mehr “Grip” und das ganze sieht auch noch umwerfend schön aus. Habe ich schon erwähnt, dass wir unsere Treppe wirklich ganz, ganz toll finden?

Bei einer Stahlharfentreppe wird das Stahlgerüst im Rohbau schon eingebaut, und die Stufen werden zunächst aus alten Holzbrettern mehr oder weniger lieblos improvisiert. So können die Handwerker Dinge rauf und runter transportieren und die schönen Stufen, die erst später eingebaut werden, sind noch nicht gefährdet.

Da wir unsere Stahlharfentreppe ja aus dem Vertrag nachträglich herausgenommen haben, sind wir nun auch für die Bereitstellung einer Bautreppe verantwortlich. Unsere eigentliche Treppe wird dann erst später eingebaut. Kein Problem, das Angebot der Firma Bastian beinhaltete natürlich auch direkt schon so eine Bautreppe.

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich mir nicht direkt schon Sorgen über die Kommunikationssollbruchstelle “Eigenleistung (Bau-)Treppe” auf der einen Seite und “Rest der Baustelle” auf der anderen Seite machen würde. Aber bis dahin hatten wir ja noch viel Zeit, und auf Nachfrage sollten wir uns maximal 2 Wochen vorher melden, bevor die Bautreppe eingebaut werden sollte.  Dann würde auch alles vermessen werden für den Bau “unserer” Treppe.

Zwischendurch irgendwann bemerkte unser Bauleiter so nebenbei, dass er beim Einbau der Bautreppe vielleicht gerne anwesend wäre, da bei einem anderen Projekt die Bautreppe schon einmal zu eng an die Wand gebaut wurde, so dass der Verputzer nicht arbeiten konnte. Dann mussten (auf Kosten der Bauherren, da Eigenleistung, haha) die Leute aus dem Hunsrück wieder anrücken und die Treppe verrücken. Wasser auf meine Sorgenmühlen, genau sowas hatte ich befürchtet.

Also war mir die erfolgreiche Koordinierung von Treppenbauer und Bauleiter umso wichtiger, und ca. zwei Wochen vor Bautreppenbedarf rief ich in Simmern an. Eine nette Dame sagte mir, der Herr Bastian sei im Kundengespräch, aber sie könne meine Wünsche auch weiterleiten. Also habe ich darum gebeten, dass er mit unserem Bauleiter direkt Kontakt aufnehme, damit der Einbau der Bautreppe terminlich für die übernächste Woche (KW 22, also 26. – 30.05.) fixiert werden kann, und habe natürlich auch Name und Nummer vom Bauleiter angegeben.  Das war an einem Freitag.

Am Mittwochnachmittag der folgenden Woche habe ich also beim Bauleiter und seiner Kollegin nachgefragt, ob sich die Bastians schon gemeldet hätten. Nein, sie hätten noch nichts gehört. Also versprach ich, dort noch einmal nachzufragen. Der Kollege, der den Anruf entgegen nahm, war sehr überrascht, denn der Termin für die Bautreppe, der 17. Juni (!!!) sei doch schon längst mit der Baufirma abgesprochen… Nun war ich völlig verwirrt, denn eben diese hatten mir ja gerade hoch und heilig versichert, von den Treppenleuten noch keinen Termin bekommen zu haben…

Der Rückruf bei der Baufirma ergab dann, dass sich die Firma Bastian wohl auf den Bauzeitenplan bezog, den unsere Baufirma ihnen schon vor einiger Zeit unverbindlich zugeschickt hatte… Aaargs… Aber die Kollegin bei der Baufirma versprach, sich darum zu kümmern. Das ganze ging dann für ein paar Tage und ein paar Mal hin- und her, inklusive der Info, dass die Bautreppe bitte möglichst stabil gebaut werden solle, damit die Handwerker auch ihren Kram gut rauf und runter transportieren könnten, bis ich dann doch noch mal im Hunsrück anrief um nachzufragen, wann genau denn die Bautreppe montiert werden würde. Antwort am Telefon: “keine Ahnung und es ist gerade niemand mehr da, der das beantworten kann.”  Öh… Nachmittags um halb 4, wohlgemerkt…

Nachdem ich postexplosiv von meinen Kollegen wohlmeinende, beruhigende Worte gehört hatte, die mich nicht im geringsten beruhigten (der eine lebt seit drei Jahren mit der Bautreppe, die er selber gebaut hat, der andere hat viel zu spät eine bekommen und die Handwerker haben auch alles mit Leitern transportieren können… und ja, beide sind trotzdem glücklich mit ihren Häusern…), kam 10 Minuten später eine E-mail mit der Bestätigung, dass am 03. Juni die Bautreppe montiert werden wird. Häh? Ich dachte, es wäre niemand mehr da?

Aber gut. Am 03.06. war vormittags der Fensterbauer vor Ort, hat kurz mit Helge geschnackt, der mittags nach dem Rechten gesehen hatte, und hat alle Fenster vermessen und im Rahmen mit einer Nummer versehen.  Aber von einer Treppe war weit und breit noch nix zu sehen…

Abends sind wir dann noch einmal vorbei gefahren und tadaaaa:

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DA ist sie. Alles wird gut.