Schlüsselerlebnis

Jo trägt gerne den Haustürschlüssel. Und den Autoschlüssel. Am liebsten beides. Heute wollte sie auf der Gassirunde mit Hund uuuuuunbedingt ihre pinken Chucks mitnehmen. Sie hat sie den ganzen Weg über getragen, und auf dem Weg in den ersten Stock wollte sie dann auch noch den Autoschlüssel haben. Natürlich fiel der keine 3 Sekunden später im Fahrstuhl runter, weil das ja nicht so einfach ist, mit noch zwei Schuhen im Arm…

Amy trägt auch gerne. Alles.  Und besonders gerne alles was runterfällt.

…und so haben dann beide um die Wette versucht, den heruntergefallenen Autoschlüssel vom Boden aufzuklauben. Inzwischen war aber die Tür aufgegangen, und mitten im Kuddelmuddel aus Kind, Hund und Mama, die alle versuchten den Schlüssel aufzuheben, ist dieser dann durch die Ritze in den Fahrstuhlschacht gefallen.

F***!!! Ich habe erst mal laut durchs Treppenhaus geflucht und dann Helge am Telefon vollgejammert…  Der hat gelacht, aber ich fand net lustig. Scheißtag, dieser… :-(

Das war im übrigen kein kleines Schlüsselbund, sondern ein recht großes mit 3 Schlüsseln, einer Taschenlampe und einem Schlüsselanhänger dran.  Nun denn, mein nächster Schlüsselanhänger wird größer. Definitiv.

Kaum war das Kind abends eingeschlafen, habe ich dann aus einem Stock und einem Drahtbügel einen Angelhaken zusammengebaut.  Taschenlampe mitgenommen, Hund mitgenommen und bin in den Keller gefahren. Kurz eine zweifach gefaltete Kacktüte mit Tesastreifen über die Lichtschranke geklebt und dann in Ruhe das Schlüsselbund nach oben gefischt.  Eigentlich ganz einfach…

Leider war aber nur noch der halbe Autoschlüssel am Schlüsselbund. Für Batteriewechsel o.ä. kann man den ja auseinandernehmen, und der Teil mit dem Bart war weg. Wohl abgesprengt durch den Aufprall auf dem Boden des Fahrstuhlschachts und auch zunächst nicht auffindbar…

Hier ist das gerettete Teil:

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Nachdem dann der beste Ehemann der Welt nach Hause gekommen ist, haben wir noch einmal mit Taschenlampen in den Schacht geleuchtet:  Sehr viel ekliger Dreck, ein pinkes Kaugummi und dann doch noch das zweite Teil des Schüssels gefunden.  Es lag ca. 60cm von der Wand entfernt unter dem Fahrstuhl.

Also haben wir mein Werkzeug von vorhin mit einem Magneten ausgestattet und Helge hat angefangen, zu angeln.

Wir mussten unser Werkzeug mehrfach umbauen, und haben bestimmt eine Dreiviertelstunde herumgefischt nur um dann festzustellen, dass der Schlüssel nicht vom Magneten angezogen wird.  Gnaaaarz…

Nach ein paar Minuten des Überlegens kam Helge die rettende Idee, und wir haben uns dann noch einmal sehr motiviert dem Werkzeugbau gewidmet.  Schlußendlich konnten wir dann den zweiten Teil des Schlüssels mithilfe einer Konstruktion aus zwei Besenstielen, zwei Drahtbügeln, einem Teefilter und Unmengen Klebeband erfolgreich bergen.  Detailfotos des Bergungswerkzeugs gibt es an dieser Stelle nicht, denn wir überlegen noch, darauf ein Patent anzumelden! ;-)

Es hat etwas länger gedauert und uns den netten Abend auf der Couch gekostet, aber nun habe ich meinen Autoschlüssel wieder.

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Danke, Schatz! :-*

 

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One thought on “Schlüsselerlebnis

  1. Welch spannende Geschichte. Die übertrifft ja noch die Cindy Episode. Auf jeden
    Fall rein in die Erinnerungskiste.

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